Kanban und Gantt – mischen impossible‽

Kanban und Gantt – mischen impossible‽

Situa­ti­ons­be­dingt kom­me ich mit mei­ner Prä­fe­renz für phy­si­sche, „hap­ti­sche“ Kan­ban-Boards im Moment nicht weit; die pan­de­mie­be­ding­te Ver­brei­tung von Home Office macht digi­ta­le Lösun­gen gera­de­zu not­wen­dig. Bei der nun ver­mehr­ten Aus­ein­an­der­set­zung mit Kan­ban-Soft­ware fällt auf: Prak­tisch jede Lösung am Markt offe­riert zusätz­lich zur Visua­li­sie­rung des Arbeits­flus­ses am eigent­li­chen Kan­ban-Board eine Dar­stel­lung als Gantt-Dia­gramm und wirbt oft­mals sogar damit – was für eine absur­de, das Werk­zeug sei­nes Kerns ent­klei­den­de Metho­den-Chi­mä­re! … weiterlesen ...

Kamishibai und Kanban

Kamishibai und Kanban

„Bloß nicht noch ein Board!“ ist häu­fig die Reak­ti­on mei­nes jewei­li­gen Gegen­übers, wenn ich die Ein­füh­rung eines Kamis­hi­bai-Boards als Ergän­zung zum vor­han­de­nen Task- oder Kan­ban-Board vor­schla­ge (vgl. hier). Das ist scha­de – nicht nur, weil ein Kamis­hi­bai (紙芝居) die sinn­vol­le Model­lie­rung wie­der­keh­ren­der Arbeit in einem Kan­ban-Sys­tem ermög­licht, son­dern auch, weil die bei­den Boards und die dahin­ter­ste­hen­den Ideen, Prin­zi­pi­en und Pro­zes­se so naht­los inein­an­der­grei­fen kön­nen, dass das Ergeb­nis nach kür­zes­ter Zeit gar nicht mehr wie „noch ein Board“ wirkt.  … weiterlesen ...

Kamishibai in der IT

Kamishibai in der IT

Ich neh­me die Men­schen im IT-Infra­struk­tur-Bereich oft­mals als in ihrer Arbeit hin- und her­ge­ris­sen wenn nicht gar zerris­sen wahr: Die meist feh­len­de kla­re Tren­nung von Betrieb und Pro­jekt ist im Tages­ge­schäft ein kaum auf­lös­ba­rer Dau­er-Kon­flikt und die Dring­lich­keit des Betriebs gewinnt meist gegen die Wich­tig­keit des Pro­jekts – der Haupt­grund, war­um mir Kan­ban als über­grei­fen­de Metho­de zur Steue­rung die­ser Arbei­ten als emp­feh­lens­wert erscheint: Kan­ban ermög­licht nicht nur das Mischen von reak­ti­ven Sup­port-Tätig­kei­ten und Pro­jekt­ar­beit, son­dern macht zudem den inhä­ren­ten Kon­flikt sicht- und damit hand­hab­bar (vgl. … weiterlesen ...

Warum mir Scrum im IT-Infrastruktur-Bereich oft als wenig sinnvoll erscheint

Warum Scrum im IT-Infrastruktur-Bereich oft wenig sinnvoll ist

„Wir machen jetzt [auch] Scrum.“ ist ein Satz, den (sicher nicht nur) ich in den letz­ten Jah­ren sehr häu­fig gehört habe – inzwi­schen auch außer­halb des Soft­ware­ent­wick­lungs-Bereichs im tra­di­tio­nell metho­disch eher kon­ser­va­ti­ven IT-Infra­struk­tur-Bereich. Prak­tisch erlebt man dabei Scrum häu­fig eher als MeToode (Antrieb: „Alle machen das!“) … weiterlesen ...

Von Methoden, METHODEN und MeTooden

Von Methoden, METHODEN und MeTooden

Tom DeMar­co und Timo­thy Lis­ter unter­schei­den in ihrem m. E. nach wie vor lesens­wer­ten Klas­si­ker „Wien war­tet auf Dich!“ (engl.: „Peo­p­le­wa­re“) zwi­schen „Metho­di­ken“ und „METHODIKEN“ – letz­te­re sind im Gegen­satz zu ers­te­ren „[…] meist rie­sig und wer­den immer umfang­rei­cher […]“, wer­den gern dog­ma­tisch ange­wandt und als eine Art „All­heil­mit­tel“ ange­se­hen. … weiterlesen ...

Warum ein Ticket-System kein Kanban-Board ersetzt

Warum ein Ticket-System kein Kanban-Board ersetzt

Vie­le gera­de klei­ne­re IT-Abtei­lun­gen haben mei­ner Erfah­rung nach gro­ße Schwie­rig­kei­ten, die (meist knap­pe) zur Ver­fü­gung ste­hen­de Zeit zwi­schen zwei Arten von Arbeit auf­zu­tei­len: reak­ti­vem Sup­port und (gleich­sam pro­ak­ti­ver) Pro­jekt­ar­beit – Betrieb und Pro­jekt. Eine kla­re per­so­nel­le Tren­nung zwi­schen die­sen Berei­chen ist meist spä­tes­tens im Fal­le von Eska­la­tio­nen in den 2nd Level kaum mög­lich – dafür steht in mit­tel­stän­di­schen IT-Abtei­lun­gen in aller Regel schlicht nicht genü­gend aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal zur Ver­fü­gung. … weiterlesen ...

„Responding to Change“ oder einfach nur Chaos?

Das Wer­te­paar des Agi­len Mani­fests, das mir am häu­figs­ten spon­tan zitiert zu wer­den scheint, ist „respon­ding to chan­ge over fol­lowing a plan“. Nun mag das dar­an lie­gen, dass die­ser Ansatz mehr als alt ist, sich die Idee des Reagie­rens auf Ver­än­de­rung natür­lich schon in viel älte­ren Schrif­ten fin­det – sei es bei­spiels­wei­se bei Sun­zi (Sun Tzu) vor über 2.500 Jah­ren oder z. B. … weiterlesen ...

„Das hatten wir noch gar nicht!“

"Das hatten wir noch gar nicht!"

„Das hat­ten wir noch gar nicht!“ ist der wohl meist­ge­hör­te Satz, hilft man Schü­lern bei den Haus­auf­ga­ben. Die ver­meint­lich neue Her­aus­for­de­rung wird so in meist vor­wurfs­vol­lem Ton zur Zumu­tung erklärt. Die dahin­ter­ste­hen­de, oft recht gefes­tig­te Hal­tung „Ich muss genau den Fall schon ein­mal im Unter­richt gehabt haben, sonst ist die Auf­ga­be ‚unfair‘ “, mag unter Bequem­lich­keits­aspek­ten ver­ständ­lich sein, sie zeugt aber defi­ni­tiv nicht davon, dass die Schu­le an die­ser Stel­le beson­ders gut auf das Leben vor­be­rei­tet. … weiterlesen ...