Warum mir Scrum im IT-Infrastruktur-Bereich oft als wenig sinnvoll erscheint

Warum Scrum im IT-Infrastruktur-Bereich oft wenig sinnvoll ist

„Wir machen jetzt [auch] Scrum.“ ist ein Satz, den (sicher nicht nur) ich in den letz­ten Jah­ren sehr häu­fig gehört habe – inzwi­schen auch außer­halb des Soft­ware­ent­wick­lungs-Bereichs im tra­di­tio­nell metho­disch eher kon­ser­va­ti­ven IT-Infra­struk­tur-Bereich. Prak­tisch erlebt man dabei Scrum häu­fig eher als MeToode (Antrieb: „Alle machen das!“) denn als Metho­de und oft gleich­sam mutiert durch mehr oder min­der mas­si­ves „Metho­den-Fran­ken­stei­ning“ (Ansatz: „Was nicht passt, wird pas­send gemacht!“). … weiterlesen ...

Von Methoden, METHODEN und MeTooden

Von Methoden, METHODEN und MeTooden

Tom DeMar­co und Timo­thy Lis­ter unter­schei­den in ihrem m. E. nach wie vor lesens­wer­ten Klas­si­ker „Wien war­tet auf Dich!“ (engl.: „Peop­le­wa­re“) zwi­schen „Metho­di­ken“ und „METHODIKEN“ – letz­te­re sind im Gegen­satz zu ers­te­ren „[…] meist rie­sig und wer­den immer umfang­rei­cher […]“, wer­den gern dog­ma­tisch ange­wandt und als eine Art „All­heil­mit­tel“ ange­se­hen. … weiterlesen ...

Warum ein Ticket-System kein Kanban-Board ersetzt

Warum ein Ticket-System kein Kanban-Board ersetzt

Vie­le gera­de klei­ne­re IT-Abtei­lun­gen haben mei­ner Erfah­rung nach gro­ße Schwie­rig­kei­ten, die (meist knap­pe) zur Ver­fü­gung ste­hen­de Zeit zwi­schen zwei Arten von Arbeit auf­zu­tei­len: reak­ti­vem Sup­port und (gleich­sam pro­ak­ti­ver) Pro­jekt­ar­beit – Betrieb und Pro­jekt. Eine kla­re per­so­nel­le Tren­nung zwi­schen die­sen Berei­chen ist meist spä­tes­tens im Fal­le von Eska­la­tio­nen in den 2nd Level kaum mög­lich – dafür steht in mit­tel­stän­di­schen IT-Abtei­lun­gen in aller Regel schlicht nicht genü­gend aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal zur Ver­fü­gung. … weiterlesen ...

„Responding to Change“ oder einfach nur Chaos?

Das Wer­te­paar des Agi­len Mani­fests, das mir am häu­figs­ten spon­tan zitiert zu wer­den scheint, ist „respon­ding to chan­ge over fol­lo­wing a plan“. Nun mag das dar­an lie­gen, dass die­ser Ansatz mehr als alt ist, sich die Idee des Reagie­rens auf Ver­än­de­rung natür­lich schon in viel älte­ren Schrif­ten fin­det – sei es bei­spiels­wei­se bei Sun­zi (Sun Tzu) vor über 2.500 Jah­ren oder z. B. … weiterlesen ...

„Das hatten wir noch gar nicht!“

"Das hatten wir noch gar nicht!"

„Das hat­ten wir noch gar nicht!“ ist der wohl meist­ge­hör­te Satz, hilft man Schü­lern bei den Haus­auf­ga­ben. Die ver­meint­lich neue Her­aus­for­de­rung wird so in meist vor­wurfs­vol­lem Ton zur Zumu­tung erklärt. Die dahin­ter­ste­hen­de, oft recht gefes­tig­te Hal­tung „Ich muss genau den Fall schon ein­mal im Unter­richt gehabt haben, sonst ist die Auf­ga­be ‚unfair‘ “, mag unter Bequem­lich­keits­as­pek­ten ver­ständ­lich sein, sie zeugt aber defi­ni­tiv nicht davon, dass die Schu­le an die­ser Stel­le beson­ders gut auf das Leben vor­be­rei­tet. … weiterlesen ...

Methoden vs. METHODEN – oder: Von der „reinen Lehre“

Methoden vs. METHODEN – oder: "Von der reinen Lehre"

Bestün­de eine Reli­gi­on „X“ ledig­lich dar­auf, bestim­men zu dür­fen, wel­ches Glau­ben und wel­ches Ver­hal­ten „x“ genannt wer­den dür­fe (nen­nen wir es „Dog­ma 1“), Geschich­te und Gegen­wart wären ver­mut­lich deut­lich ruhi­ger (ver­lau­fen). Lei­der nei­gen gera­de mono­the­is­ti­sche Reli­gio­nen dazu, jeweils für sich den Besitz der abso­lu­ten und ein­zi­gen ‚Wahr­heit‘ zu rekla­mie­ren („Dog­ma 2“). … weiterlesen ...

Methoden-„Frankensteining“

Methoden-"Frankensteining"

Mary Shel­ley ließ Vik­tor Fran­ken­stein in ihrem gleich­na­mi­gen Roman ver­gleichs­wei­se wahl­los sein bei der Zusam­men­stel­lung der „Zuta­ten“ sei­ner Schöp­fung – dem (eben die­ser Wahl­lo­sig­keit wegen) spä­te­ren „Mons­ter“. Der Name „Fran­ken­stein“ steht seit­her für mons­trös-wahl­lo­se Schöp­fun­gen aller Art; im Eng­li­schen hat gar das Verb „fran­ken­stei­ning“ eine gewis­se Ver­brei­tung erlangt. … weiterlesen ...

Über Graphic Recording, Visual Facilitation und zweimal Sketchnotes

Über Graphic Recording, Visual Facilitation und zweimal Sketchnotes

Auch wenn ich mit mei­nem Plä­doy­er für eine mög­lichst trenn­schar­fe und exak­te Ter­mi­no­lo­gie nicht immer auf unein­ge­schränk­te Gegen­lie­be sto­ße: Kla­re, ein­deu­ti­ge Nomen­kla­tur ist m. E. eben­so wich­tig für die sprach­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on wie erkenn­ba­res Zeich­nen in der visu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on. „Äpfel und Bir­nen“ soll­ten als zwei ver­schie­de­ne Din­ge erkenn­bar sein – egal, ob in der gespro­che­nen, geschrie­be­nen oder visu­el­len Spra­che. … weiterlesen ...