Das BarCamp Hamburg 2015 #bchh15

Das neun­te Bar­Camp Ham­burg war gleich­zei­tig mein zwei­tes – ich bin lei­der spät mit dem Bar­Cam­pen gestar­tet. Genauso wie im letz­ten Jahr war es span­nend, lehr­reich, inspi­rie­rend, spa­ßig und nahr­haft – vie­len Dank noch ein­mal an das Orga­ni­sa­ti­ons­team und vor allem auch an die Spon­so­ren!

Aus dem gut gefüll­ten Pro­gramm her­aus­grei­fen möch­te ich zwei Ses­si­ons, die für mich beson­ders inspi­rie­rend waren: Julia Kott­kamp (@jkottkamp, <http://​www​.julia​kott​kamp​.de>) berich­te­te in ihrer mehr als gut gefüll­ten Ses­si­on dar­über, wie sie die Inter­views für ihr Blog „40 Stun­den” (<https://​www​.40stun​den​.de>) vor- und nach­be­rei­tet. Über viele der Fra­gen, mit denen sie sich dabei beschäf­tigt, habe ich mir noch nie struk­tu­riert Gedan­ken gemacht. Das ist jetzt anders – und genau das ist Inspi­ra­ti­on! Eben­falls sehr anre­gend war Rolf Andre­as Justs (@Handgemenge) Ses­si­on über die Spra­che „R” – ich hatte mir immer vor­ge­nom­men, die­sem Werk­zeug mehr Auf­merk­sam­keit zukom­men zu las­sen, und bin darin bestärkt wor­den; „R” steht jetzt sehr weit oben auf mei­ner „to learn”-Liste!

Zum ersten Mal habe ich selbst Ses­si­ons ange­bo­ten. Woll­te ich letz­tes Jahr „erst­mal schau­en”, so fühl­te ich mich die­ses Jahr irgend­wie ver­pflich­tet und hatte vor allem auch Lust, etwas bei­zu­tra­gen. Bar­Camps leben von den Bei­trä­gen der Teil­neh­mer und Bar­Cam­per sind – das kann ich jetzt ganz sicher sagen – ein extrem ange­neh­mes, wert­schät­zen­des und dank­ba­res Publi­kum!

"Schöner schreiben am Flipchart" auf dem BarCamp Hamburg 2015Meine erste Bar­Camp-Ses­si­on über­haupt trug den Titel „Schö­ner schrei­ben am Flip­chart”. Das Glück bescher­te mir einen gro­ßen Raum und eine nicht zu große Anzahl Teil­neh­mer – so hat­ten wir nach mei­nem kur­zen ein­lei­ten­den Vor­trag genü­gend Raum und Zeit zum Üben. Die Ergeb­nis­se kön­nen sich sehen las­sen (z. B. rechts von And­rea König, @koenigand, <http://​www​.koeni​gand​.de>) "Schöner schreiben am Flipchart" auf dem BarCamp Hamburg 2015 - Beispiel von Andrea Königund das Feed­back auf Twit­ter freut mich rie­sig – vie­len Dank! Wer die Übun­gen nach­voll­zie­hen möch­te: Übungs­blät­ter und Hin­wei­se zum „schön schrei­ben am Flip­chart” fin­den sich hier! Was mich beson­ders beein­druckt hat, war die Dis­zi­plin und Selbst­or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit mei­ner Mit-Bar­Cam­per: Drei Minu­ten vor Ende der Zeit began­nen alle von allein, den zwi­schen­zeit­li­ch ziem­li­ch chao­ti­sch mit Übungs­blät­tern bedeck­ten Raum (vgl. hier) auf­zu­räu­men; genau zum Ende unse­rer Zeit herrsch­te per­fek­te Ord­nung und ich hatte jeden mei­ner Leih-Stif­te zurück – ich bin wirk­li­ch beein­druckt!

"The Complete Slide Makeover" - Gleichzeitig lesen und zuhörenMeine zwei­te Ses­si­on „The Com­ple­te Slide Make­over” han­del­te davon, wie man „Death by Power­Point” ver­mei­det und wirk­sa­me­re Foli­en gestal­tet – vor allem aber davon, dass man nicht gleich­zei­tig lesen und zuhö­ren kann. Foli­en gibt es bei mir grund­sätz­li­ch nicht zum Down­load (vgl. hier), die wich­tig­sten Kern­aus­sa­gen fin­den sich aber hier im Blog:

"The Complete Slide Makeover" - PowerPoint auf dem BarCamp Hamburg 2015Inter­es­sant war, dass ich bereits direkt nach der The­men­vor­stel­lung im Rah­men der Ses­si­on­pla­nung und auch im wei­te­ren Ver­lauf des Bar­Camps immer wie­der dar­auf ange­spro­chen wurde, wie furcht­bar Power­Point doch sei – und auf meine Ent­geg­nung, dass das nicht am Werk­zeug selbst liege und ich ja genau des­we­gen meine Ses­si­on hal­ten würde, reagier­ten die mei­sten mit einer deut­li­chen Kund­ga­be ihrer tota­len Resi­gna­ti­on in Sachen Power­Point. Meine Ses­si­on war dem­entspre­chend nicht gera­de über­füllt. Scha­de: Die mei­sten Ses­si­ons, denen ich als Zuhö­rer bei­woh­nen durf­te, wur­den durch (PowerPoint‑)​Folien beglei­tet – in den wenig­sten Fäl­len opti­mal und in vie­len Fäl­len durch­aus „Death by PowerPoint”-gefährlich. Sich aus „Resi­gna­ti­on” nicht wirk­li­ch mit einem Werk­zeug beschäf­ti­gen zu wol­len, es dann aber doch zu benut­zen, führt m. E. direkt in die selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­ung.

Den­no­ch: Für mich war die Ses­si­on extrem inspi­rie­rend; der rela­tiv klei­ne Rah­men ermög­lich­te viele anre­gen­de Dis­kus­sio­nen – ein unmit­tel­ba­res und tol­les Feed­back, dass man beim rei­nen Blog­gen über ein Thema oft ver­misst.

Kri­sti­ne Kiwitt (@kiwi_hh, <http://​kiwihh​.blog​spot​.de>) hat die Ses­si­on als Sketch­no­te doku­men­tiert – vie­len, vie­len Dank dafür!

Sketchnote von Kristine Kiwitt zur Session "The Complete Slide Makeover" auf dem BarCamp Hamburg 2015

Wie gesagt: Das neun­te Bar­Camp Ham­burg war span­nend, lehr­reich, inspi­rie­rend, spa­ßig und nahr­haft – als Zuhö­rer und auch als Spre­cher. Vie­len Dank!

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