Bitte keine Klebezettel aufs Whiteboard kleben!

Dass White­boards mög­lichst sau­ber und frei von Rück­stän­den aller Art sein soll­ten, um gut abwisch­bar zu sein, erwäh­ne ich ja häu­fi­ger (vgl. hier, hier und hier). Dass dazu auch gehört, mög­lichst nie­mals Haft­no­ti­zen auf White­boards zu kle­ben, ist mir erst in letz­ter Zeit klar gewor­den. Die Fle­xi­bi­li­tät des White­boards und die eben­so fle­xi­blen Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Kle­be­zet­teln mögen zwar auf den ers­ten Blick eine gera­de­zu idea­le Kom­bi­na­ti­on sein, aber: Haft­no­ti­zen hin­ter­las­sen fast immer Kle­ber­res­te auf White­boards – abhän­gig von Qua­li­tät des Kle­bers, Aus­gangs­zu­stand des White­boards und Umge­bungs­be­din­gun­gen unter­schied­lich viel, aber fast immer genug, um beim Abwi­schen extrem zu stö­ren (vgl. hier). Sofern das White­board nicht aus­schließ­lich für die Ver­wen­dung mit Post-Its​1 vor­ge­se­hen ist (bei­spiels­wei­se im Fal­le von Kan­ban- oder Task-Boards), gilt also: Kle­ben Sie kei­ne Haft­no­ti­zen auf Ihr White­board!

Was also tun, möch­te man die bereits erwähn­ten Fle­xi­bi­li­tä­ten den­noch kom­bi­nie­ren? Nahe­lie­gend erschei­nen mir zwei Mög­lich­kei­ten:

  • Benut­zen Sie „nor­ma­les“ (etwas dicke­res) Papier oder Mode­ra­ti­ons­kar­ten und Magne­te. Grö­ße­re Men­gen Neo­dym-Magne­te gibt es bereits für wenig Geld im ein­schlä­gi­gen Ver­sand­han­del. Der Vor­teil die­ser Magne­te gegen­über den „klas­sisch“ für Magnet­ta­feln vor­ge­se­he­nen Magne­ten ist der sehr viel klei­ne­re Flä­chen­be­darf auf der jewei­li­gen Kar­te, sie stö­ren ein­fach weni­ger.
  • Benut­zen Sie elek­tro­sta­tisch haf­ten­de Kar­ten (vgl. hier und hier), die ohne Kle­ber aus­kom­men. Die­se Kar­ten las­sen sich sogar direkt auf dem White­board auch ohne Ablö­sen schie­ben und funk­tio­nie­ren auch auf nicht-magne­ti­schen White­boards (z. B. White­board-Folie).

Ich per­sön­lich prä­fe­rie­re inzwi­schen die ers­te­re Vari­an­te. Nicht nur, dass Mode­ra­ti­ons­kar­ten auch an der „klas­si­schen“ Pinn­wand ver­wend­bar sind (man also nur zusätz­lich Magne­te benö­tigt), Papier erscheint mir auch deut­lich nach­hal­ti­ger als Plas­tik­fo­lie. Elek­tro­sta­tisch haf­ten­de Mode­ra­ti­ons­kar­ten sind zudem lei­der sehr zug­luft­emp­find­lich, schon so man­ches müh­sa­me Clus­tern oder Sor­tie­ren ist mir durch ein Stoß­lüf­ten in der Pau­se zunich­te gemacht wor­den.

Für wel­che Vari­an­te (wei­te­re Ide­en bit­te gern in die Kom­men­ta­re!) auch immer Sie sich ent­schei­den: Scho­nen Sie Ihr White­board, kle­ben Sie kei­ne Haft­no­ti­zen auf White­boards – es sei denn, Sie wol­len es für nichts ande­res mehr ver­wen­den.

Fuß­no­ten:

  1.  Den Begriff „Post-it“ kann man inzwi­schen getrost als Deonym betrach­ten – ich schät­ze aller­dings in der Tat das Ori­gi­nal von 3M auf­grund sei­ner kon­stant hohen Qua­li­tät.

2 Replies to “Bitte keine Klebezettel aufs Whiteboard kleben!”

    • In der Tat, das ist auch mei­ner Erfah­rung nach mit­un­ter ein Pro­blem – vor allem bei eher grob gesin­ter­ten Magne­ten. Neo­dym-Eisen-Bor-Magne­te sind aller­dings in aller Regel recht glatt – die Idee mit dem Filz ist aber auf jeden Fall gut!

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