Das BLOGST BarCamp Hamburg 2015

Als ich in der Vor­be­rei­tung auf das BLOGST Bar­Camp Ham­burg (#blogst­bc15) eini­ge Berich­te der ver­gan­ge­nen Camps las und Fotos des Audi­to­ri­ums sah, war bereits klar, was ver­mut­lich meine wich­tig­ste Erkennt­nis des Bar­Camps wer­den würde: Ich würde einen Ein­druck davon gewin­nen, wie sich wohl die meist sehr weni­gen Frau­en auf einer typi­schen Kon­fe­renz in der IT ob des gerin­gen Frau­en­an­teils füh­len. Der Män­ner­an­teil beim BLOGST Bar­Camp lag bei 3%. Mir ist das neben­bei bemerkt nicht wirk­lich ver­ständ­lich – falls jemand eine Erklä­rung dafür hat: Bitte gern einen Kom­men­tar hin­ter­las­sen!

Nach der extrem dis­zi­pli­nier­ten und schnel­len Vor­stel­lungs­run­de – alle 100 Teil­neh­mer in weni­gen Minu­ten – begann die Ses­si­on-Pla­nung recht ver­hal­ten, aber dann füll­te sich der Ses­si­on­plan dann doch mit ins­ge­samt 17 Ses­si­ons. Zäh­ne­knir­schend muss­te ich aller­dings fest­stel­len, dass vie­les für mich Inter­es­san­te gleich­zei­tig statt­fand und ich mich nun ein­mal nicht tei­len kann.

Mein per­sön­li­cher Ses­si­on­plan begann mit Tan­jas (@FrauHoellehttp://​www​.frauhoel​le​.com) „Sketch­no­te Q&A”. Nach einer kur­zen Ein­füh­rung in das Thema „Sketch­no­tes” stell­te sich Tanja den Fra­gen des Publi­kums und gab wert­vol­le Tipps aus der Sketch­no­te-Pra­xis – ins­ge­samt eine wirk­lich gelun­ge­ne Mischung aus Vor­trag und Dis­kus­si­on!

BLOGST BarCamp 2015 Hamburg – Sketchnotes

Eine Ses­si­on direkt nach dem Mit­tag­essen – ein für den Refe­ren­ten natur­ge­mäß her­aus­for­dern­der Zeit­punkt – hatte Ines (@pheminifichttp://​www​.phe​mi​ni​fic​.de), ihr Vor­trag zum Thema „SEO für Wor­d­Press” ver­moch­te aber den­noch das Publi­kum zu fes­seln – und den Rest des Tages über ließ sich eigent­lich auf jedem auf­ge­klapp­ten Note­book beob­ach­ten, wie Blog­ger ihre Blogs mit den von Ines ange­spro­che­nen Werk­zeu­gen unter SEO-Aspek­ten unter­such­ten. Mehr kann man sich als Vor­trags­er­geb­nis kaum wün­schen ;‑)​.

Ricar­da (@23qmStilhttp://​www​.23qm​stil​.de) und Clara (@tastes­he­riffhttp://​www​.tastes​he​riff​.com) schlos­sen an Ines Opti­mie­rungs-Thema quasi naht­los mit einer Ses­si­on zum Thema „Blog­op­ti­mie­rung” an. Nach­dem die Teil­neh­mer sich in Drei­er­grup­pen ihre Blogs gezeigt und diese i. S. kon­struk­ti­ver Kri­tik dis­ku­tiert hat­ten, wurde jeweils ein Blog der jewei­li­gen Grup­pe im Ple­num vor­ge­stellt; Ricar­da und Clara gaben dabei wert­vol­le Hin­wei­se zur Opti­mie­rung, die nach den Publi­kums­re­ak­tio­nen zu urtei­len oft nicht nur für das kon­kret gezeig­te Blog gal­ten. Spä­te­stens seit Ricar­das und Cla­ras Ses­si­on ist mir klar, dass ich noch deut­lich an der „Ver­packung” mei­ner Inhal­te arbei­ten kann. Die­ser Bei­trag bei­spiels­wei­se könn­te durch­aus mehr Fotos ver­tra­gen; sie wür­den nicht stö­ren – wären keine reine Deko­ra­ti­on (siehe hier) – und wür­den den latent nüch­tern wir­ken­den Text sicher­lich ein wenig auf­lockern. Dafür hätte ich aber mehr foto­gra­fie­ren müs­sen.

Mein Ses­si­on­plan blieb dem Thema Opti­mie­rungs­po­ten­zia­le treu; in Tan­jas (übri­gens spon­tan ange­bo­te­ner!) Ses­si­on „[Blog] Usabi­li­ty” wurde u. a. das Computermaler-Blog bei­spiel­haft ana­ly­siert – wofür ich sehr dank­bar bin! Erschreckt hat mich aller­dings, wie viele Opti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten (die ich durch­aus hätte erken­nen kön­nen) ich bis dato igno­riert habe – wie gesagt: Die „Ver­packung” der Inhal­te war mir offen­bar bis­her nicht wich­tig genug.

Das BLOGST Bar­Camp war defi­ni­tiv eine extrem gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung; ich habe viel Neues gese­hen und gehört und viel Spaß gehabt. Vie­len Dank allen Refe­ren­tin­nen und vor allem auch den Orga­ni­sa­to­rin­nen und Hel­fe­rin­nen!

7 Replies to “Das BLOGST BarCamp Hamburg 2015”

  1. Pingback: Unterwegs in Hamburg: Das BLOGST BarCamp 2015 #blogstbc15 | buecherkram

  2. Hallo Tim,
    Du warst also einer der muti­gen Män­ner! Ich war auch sehr über­rascht über den gerin­gen Män­ner-Anteil. Meine Ver­mu­tung ist, dass Män­ner viel mehr Selbst­be­wußt­sein besit­zen, was Com­pu­ter angeht. Frau­en sind da lei­der häu­fig sehr viel zuück­hal­te­ner, dafür aber auch viel auf­ge­schlos­se­ner, was das Thema Ver­bes­se­rung und Kri­tik angeht.
    Mir erging es übri­gens ähn­lich wie Dir. Die Vor­schlä­ge für mei­nen Blog schlum­mer­ten schon lange in mir, aber ich brauch­te ein „Anschub­sen” von außen, um mich wirk­lich drum zu küm­mern.
    Kann ich Dei­nem Blog eigent­lich gar nicht fol­gen? Habe nichts gefun­den!
    Viele Grüße, Astrid

    • Guten Mor­gen,

      in der Tat – das ist eine gut denk­ba­re Ursa­che. Wobei ande­rer­seits die The­men des Bar­Camps ja eigent­lich ver­gleichs­wei­se untech­nisch sind. Die Kri­tik­kul­tur hat mir auf jeden Fall sehr gut gefal­len!

      Was meinst Du mit „dem Blog fol­gen”? Es soll­te einen funk­tio­nie­ren­den RSS-Feed geben (http://​die​-computermaler​.de/feed), den scheinst Du aber nicht zu mei­nen?

      Viele Grüße,

      Tim.

  3. Man ver­gisst leicht, dass Leser nicht den glei­chen Hin­ter­grund haben, wie man selbst, und Dinge dann anders oder sogar ver­ste­hen. Der Blick von Außen war für mich auch total inter­es­sant. 🙂

  4. Schön geschrie­ben 🙂 Und das mit den Bil­dern (also im Blog sel­ber) wird schon noch. Als Alter­na­ti­ve zu Fotos kannst du ja auch immer noch (digi­ta­le) Visua­li­sie­run­gen neh­men…? Grüße, Tanja

  5. Pingback: Unterwegs in Hamburg: #blogstbc15 | Mobile Bibliothek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*