Buchauszug: Wörter einer Bildsprache – Server-Virtualisierung

Tim Themann: Die Computermaler: IT visualisieren - ganz spontanVisua­li­siert man aus dem Steg­reif an Flip­chart und White­board, ver­misst der von Micro­soft Visio und ähn­li­chen Pro­duk­ten ver­wöhn­te IT-Spe­zia­list oft die fer­ti­ge Bild­spra­che der mit der Soft­ware mit­ge­lie­fer­ten Sym­bol-Biblio­the­ken. Damit dies nicht in eine „visu­el­le Sprach­lo­sig­keit“ führt, wid­met sich fast ein Vier­tel der „Computermaler“ ähn­lich einem Lexi­kon einer geeig­ne­ten Bild­spra­che:

5.1.1 Wörter einer Bildsprache

Die fol­gen­den Bei­spie­le sind nicht „schön“ gezeich­net. Sie die­nen unter ande­rem als Bei­spiel dafür, dass es nicht not­wen­dig ist, beson­ders schön oder gut zeich­nen zu kön­nen, um ver­ständ­lich zu sein​1. Die Bei­spie­le sind nicht als „Lexi­kon einer Bild­spra­che“ zu ver­ste­hen, son­dern viel­mehr als Inspi­ra­ti­on und Aus­gangs­ba­sis für die Ent­wick­lung einer eige­nen Bild­spra­che – die unter Umstän­den ja schon auf­grund der jewei­li­gen tech­ni­schen Spe­zia­li­sie­rung noch vie­ler wei­te­rer „Wör­ter“ Bedarf. Die ein­zel­nen Pik­to­gram­me sind kom­men­tiert, um Hin­wei­se zur Rele­vanz, zur Seman­tik und zur meta­pho­ri­schen Her­lei­tung sowie bei Bedarf zum Zeich­nen selbst zu geben und sol­len so eine Idee davon ver­mit­teln, was bei der Ent­wick­lung eige­ner „Wör­ter“ zu beach­ten sein könn­te.

Alle Zeich­nun­gen sind mit einem Karo-Ras­ter unter­legt, das eine rela­ti­ve Ska­lie­rung andeu­ten soll – auf Basis eines typi­schen Flip­chart-Papier-Karos​2 soll­te sich eine Flip­chart-ange­mes­se­ne Größe erge­ben. Es emp­fiehlt sich, das Zeich­nen auf karier­tem Flip­chart-Papier zu üben, um spä­ter ggf. auf Blan­ko-White­boards oder -Papier sinn­vol­le Pro­por­tio­nen wah­ren zu kön­nen.

[…]

g) Server-Virtualisierung

Wenn es darum geht, Ser­ver-Vir­tua­li­sie­rung zeich­ne­risch klar erkenn­bar anzu­deu­ten, ist es nicht ein­fach mit einem Pik­to­gramm getan – letzt­lich zeich­ne ich bereits Struk­tu­ren, nicht nur Kom­po­nen­ten. Im ein­fachs­ten Fall wer­den die vir­tu­el­len (Gast‑)​Systeme von der (in die­sem Fall aus drei Host-Sys­te­men bestehen­den) vir­tu­el­len Umge­bung quasi umge­ben:

Server-Virtualisierung an Flipchart und Whiteboard visualisieren (1)

Alter­na­tiv dazu deu­tet man in ähn­li­cher Weise die Aggre­ga­ti­on der Gast-Sys­te­me auf die (hier zwei) Host-Sys­te­me an:

Server-Virtualisierung an Flipchart und Whiteboard visualisieren (2)

Wich­tig ist es, den „Inhalt“ – die vir­tu­el­len Sys­te­me – zuerst zu zeich­nen, um die sie ent­hal­ten­de vir­tu­el­le Infra­struk­tur sinn­voll ska­lie­ren zu können​3. Zeich­net man anders herum, bleibt „inner­halb“ der vir­tu­el­len Umge­bung oft nicht genug Platz für die ein­zel­nen Sys­te­me.

Eine PDF-Datei mit allen visu­el­len „Wör­tern“ aus den „Com­pu­ter­ma­lern“ fin­det sich übri­gens unter „Down­loads zum Buch“.

Fuß­no­ten:

  1.  Dar­über hin­aus ist der Ver­fas­ser nur sehr begrenzt dazu in der Lage, schön zu zeich­nen. Im wei­te­ren Ver­lauf die­ses Buchs wird sich zudem zei­gen, dass er auch nicht beson­ders gut zu foto­gra­fie­ren ver­mag.
  2.  Typi­scher­wei­se ein Karo-Ras­ter von 2,5 cm oder womög­lich gar 1″ (vgl. S. 27).
  3.  Das ist übri­gens fast immer – aber beson­ders im Zusam­men­hang mit Ser­ver-Vir­tua­li­sie­rung – nicht nur auf dem Papier, son­dern auch in der Rea­li­tät so.

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